Warum Pferde?

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass erfolgreiches "Lernen" zu 90% über Emotionen erfolgt. Sprich alles was wir mit allen Sinnen erleben, wird tief in uns verankert. Wenn wir "Sehen", "Höhren", "Riechen", "Schmecken" und "Fühlen" in einem Training vereinen können, dann ist der Lernerfolg garantiert. Genau das ist das Besondere bei einem Training mit Pferden. Es werden alle Sinne angesprochen und aktiviert. Ich bin immer wieder begeistert wie punktgenau und positiv ein Horse-Assisted-Coaching wirkt. Genau deshalb brenne ich für das Training mit dem CO-Trainer Pferd. Es hat mein Leben bereichert und wird auch dich garantiert weiterbringen.

Wie ich auf's Pferd kam:

Als ich 12 Jahre alt erfüllte sich ein Mädchentraum. Ich konnte mit einer Freundin in einem Ponystall ausmisten und danach durften wir dafür die Ponys striegeln und reiten. Reitunterricht hatte ich damals nicht, aber wen störte das schon? Wir ritten ohne Sattel über die Wiesen, galoppierten und sprangen über Hindernisse. Fielen vom Pferd und stiegen wieder auf. Es war eine wunderbare, freie und glückliche Zeit. Mit 14 Jahren zerbrach diese Freundschaft und ich durfte nicht mehr in den Stall gehen. Meine Welt brach zusammen und ich war unendlich traurig. 



Vor mehreren Jahren, besuchte ich ein Firmentraining mit dem Titel „mit PS zum Erfolg“. Es war ein Training mit Pferden: Der tiefere Sinn lag darin, dass Pferde das Verhalten des Menschen unmittelbar spiegeln und man dadurch vieles über seine eigene Persönlichkeit erfahren kann.

Ich habe diese Art von Training vorher nicht gekannt und war mehr als überrascht, dass ich von Pferden so viel über mich selbst und somit über mein Verhalten gegenüber andern lernen konnte. Dieses  Training war außerordentlich intensiv und ich konnte meine Erkenntnisse sofort in die Praxis umsetzen.

 

Damit hatten mich Pferde wieder in ihren Bann gezogen und Erinnerungen aus meiner Kindheit wurden wach. Ich machte mich auf die Suche nach einem Reitstall und lernte in Schwaz einen Schimmelwallach Namens Dakota kennen. Dakota hatte schwere Zeiten hinter sich und war als Problempferd bekannt. Viele versuchten auf ihm zu reiten und haben es schnell wieder aufgegeben. Auch ich war oft nahe dran das Handtuch zu werfen, aber wie heißt es so schön? "Jeder bekommt das Pferd das er verdient." Ich selbst habe viele schwere Lebensphasen hinter mir und viel erlebt - alles im Leben hat einen Grund und Sinn, auch wenn wir es lange nicht sehen und glauben können.

 

Dakota - mein Lehrmeister der Extraklasse

 

Dakota bescherte mir eine im wahrsten Sinne des Wortes sehr spannende Zeit. Ständig stellte er mich auf die Probe und hinterfragte alles was ich tat. Wenn er mich kommen sah, suchte er das Weite. Alleine ihn einzufangen konnte mehr als eine halbe Stunde dauern und sobald ich es geschafft hatte ihn am Halfter zu haben, stemmte er sich dagegen und weigerte sich mitzukommen. Ich konnte ihm die Hufe nicht aufheben, er schlug nach mir wenn ich in putzte, er biss nach mir sobald er Gelegenheit dazu fand. Dakota wehrte sich beim Aufzäumen, er bekam die Krise - wenn ich mit dem Sattel kam, buckelte, bockte und ging mit mir durch. Ich geriet sehr oft an meine Grenzen und musste meine Komfortzone ständig verlassen, um halbwegs mit ihm klar zu kommen.

Stolz und mutig - Dakota
Stolz und mutig - Dakota

Inzwischen weiß ich, wie wertvoll es ist, mit Pferden zu arbeiten und ich bin Dakota sehr dankbar für alles, was er mir aufgezeigt hat. Nicht immer hat mich seine Meinung gefreut, aber immer habe ich meine Erkenntnis ins Positive umsetzen können.

 

Pferde spiegeln das eigene Verhalten, das wirkliche „ICH“ unmittelbar und sofort wieder. Eigene Handlungsweisen und deren Wurzeln werden uns klar und wir bekommen die Kraft und den Mut, das zu tun, was wir wirklich von Herzen wollen.

 

Resümee: Was ich in den vergangenen Jahren über mich selbst erfahren habe, ist erstaunlich. Dakota hat mich gelehrt, zuzuhören, Geduld zu haben, den Moment zu leben, zu genießen und zu verzeihen. Ich kann jetzt geduldig einen Schritt zurückgehen, innehalten, ohne Ärger von vorne anfangen und freue mich auch über kleine Fortschritte. Er hat mich gelehrt mein Ziel im Auge zu behalten, auf den Weg zu achten und bei mir selbst zu sein. Ich gehe jetzt positiver, aufrechter und selbstbewusster meinen Weg und tue das was ich liebe.

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Meine Lehrzeit mit Dakota ist noch nicht zu Ende. Gerne verbringe ich meine Zeit mit ihm und höre ihm zu, was er mir über mich erzählt. Gestern hat er mir gesagt, ich soll den Tag genießen und einfach nur mit ihm spazieren gehen – und es hat gut getan :)